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Zeitzeuge Menachem Kallus an unserer Schule
Am Freitag, den 13.01.2012 fand eine Lesung über das Leben als Jude
in der Zeit des Nationalsozialismus statt. Menachem Kallus kam in
Begleitung seiner Schwester Emmie und seiner Schwägerin Alice
Hoffmann, die seine Ausführungen in englischer Sprache übersetzte
und von Zeit zu Zeit Passagen aus seinem Buch „Als Junge im KZ
Ravensbrück“ vorlas. Er erzählte über seine verlorene Kindheit im
Alter von 8-13 Jahren. Zunächst erzählte er, wie er und seine
Familie ins Konzentrationslager Westerborg gebracht wurden.
Später wurde er mit seiner Mutter in das Konzentrationslager
Ravensbrück eingeliefert. Sein Vater kam nach Buchenwald, seine
Großeltern nach Auschwitz.
Anschließend beschrieb er Zwischenstationen: seine Arbeit als
Schuhmacher und als Flugzeugbauer für die Nationalsozialisten, das
Leben in den Lagern, der Hunger, die Demütigungen und zuletzt der
Todesmarsch. Auf diesem Marsch wurden er und die anderen
Überlebenden von Amerikanern und Russen aufge-nommen. Nach der
langen Hungersnot aßen sie alle zu viel auf einmal, viele starben
daran oder wurden krank.
Am Ende der Lesung durften die Schüler Fragen stellen, die er sehr
ausführlich beantwortete.
In der Bibliothek unserer Schule befindet sich sein Buch, das
lesenswert ist und hoffentlich von vielen unserer Schüler gelesen
wird.
9er Klassen |